+49 7642 9159139 info@thorstengerber.com
Seite auswählen

Verschieberitis und Prokrastination

Verschieberitis oder Prokrastination genannt, also unnötiges hinausschieben oder unterbrechen von Aufgaben, die erledigt werden müssen. Formell wird jedoch unterschieden zum Trödeln da Prokrastination angeblich pathologisch, also krankhaft sein soll. Ganz ehrlich, ich nenne das einfach keinen Bock haben. Entweder langweilige Aufgaben, Aufgaben, die man noch nie gemacht hat, also darum noch nicht genau weiß wie man jetzt daranzugehen hat oder einfach Aufgaben die einen aus der Komfortzone holen.

Ich bin auf das Thema unangenehme Aufgaben und den inneren Schweinehund schon in einer anderen Folge eingegangen.

Was am Erfolg maßgeblich beteiligt ist

Jedoch am Erfolg ist etwas maßgeblich beteiligt. – Tun, einfach machen, eine Idee, ein Ziel, einen Plan einfach in die Tat umsetzen. Schritt für Schritt, nicht eben gleich den großen Wurf suchen. Eben nicht immer die einzelnen Aufgaben dahingehend bewerten, sondern einfach machen.

Ich glaube, es ist manchmal einfach die Ungeduld, die einen daran hindert, eine Aufgabe nach der anderen umzusetzen, also Schritt für Schritt vorzugehen. Es gibt einfach auch manchmal Dinge, bei denen man nicht sofort die Ergebnisse sieht, sondern diese sich erst nach einiger Zeit einstellen.

Bewerte die Aufgabe nicht gleich, sondern mache sie einfach

Vielleicht gibt es manchmal etwas, was wir tun, was nicht unbedingt direkt auf ein Ziel einzahlt. Was aber, wenn es genau die Aufgabe ist, die dann am Schluss fehlt, und wir nicht wissen warum es jetzt nicht weitergeht? Nur weil wir sie irgendwann nicht gemacht haben.

Beim Ausarbeiten des Zieles und den Schritten dorthin, legt man manchen Step fest, von dem man meint, er führt dort hin. Also dann geht man diesen Schritt nachher auch, schaden wird es selten, sonst hätte man doch im Vorfeld nicht darüber nachgedacht.

Sind Menschen faul

Sind wir Menschen im Grunde faul? – weiß ich nicht. Vielleicht ist es so, dass wir natürlich immer wieder darauf bedacht sind, uns das Leben so angenehm wie möglich zu machen, darum auch die ganzen Erfindungen, die uns das Leben im Gegensatz zu unseren Vorfahren in den Höhlen bequemer und angenehmer machen. Schlussendlich sehe ich aber in Bequemlichkeit einen ganz großen Verhinderungsaspekt. Bitte verstehe mich richtig, natürlich soll das Leben so angenehm wie möglich sein, und ich will keinesfalls zurück in irgendwelche Höhlen und mit der Keule Mammuts erlegen. Ich sage aber auch, dass der Fleißige, der neue Wege und immer wieder positive Unruhe in sein Leben bringt, schlussendlich weiterkommt.

Warum ich keinen Schreibtisch mehr habe

Kleines Beispiel von mir selbst: ich habe seit kurzem keinen eigenen Schreibtisch mehr. Warum? Naja, damit ich einfach noch mehr draußen bin und mehr neue Möglichkeiten finde. Ich bin dadurch mehr im Kontakt mit anderen Menschen. Und wie hat schon Reinhold Würth gesagt: „Viel Geschäft entsteht durch Zufall.“

Wenn ich also viel in persönlichen Gesprächen bin, helfe ich dem Zufall auf die Sprünge.

So ein eigener Schreibtisch macht doch irgendwie bequem. Behaupte ich für mich zumindest. Also evtl. ja ein bequemer Ort Dinge zu verschieben. Das stelle ich einfach mal als offene Frage in den Raum. Da hat bestimmt jeder seinen eigenen Ansatz dazu.

Bestätigt wurde ich jedoch nun schon in kurzer Zeit von zwei erfolgreichen Menschen. Der eine arbeitet am Küchentisch in seiner Wohnung in Dubai, der andere, hat zwar ein eigenes Büro, jedoch als Arbeitsplatz einen großen Konferenztisch, an dem eben interne und externe Meetings stattfinden und abgehalten werden. Dort arbeitet er.

Ich glaube, es fördert das Umsetzen und verhindert das Verschieben, weil eben nicht so bequem.

Meine Ideen kommen unterwegs

Die spannenden Ideen habe ich ohnehin unterwegs. Im Flugzeug zum Beispiel arbeitet der kreative Part meines Hirns irgendwie anders, intensiver. Lösung: ich brauche einen eigenen Flieger! Nein, einfach mehr unterwegs sein und damit helfe ich dann schon wieder dem Zufall auf die Sprünge.

Was sich als förderlich herausgestellt hat

Was sich im Übrigen auch als förderlich herausgestellt hat, ist eine Art Coworking mit anderen Unternehmern. Triff dich doch regelmäßig mit anderen Unternehmern und jeder arbeitet an seinem Thema, zwischendurch austauschen und dann wieder weitermachen. Das funktioniert bei mir wunderbar. Ich habe verschiedene Arbeitskreise, in denen das funktioniert. Der älteste Arbeitskreis, bei dem ich bin, ist seit rund 14 Jahren aktiv. Und jeder aus diesem Kreis hat sich in dieser Zeit massiv verändert, und zwar positiv.

Schlussendlich durch etwas ganz bestimmtes. Tun. Planen und tun.

Was gegen Zweifel hilft

So was hilft jetzt, wenn zwischendurch Zweifel aufkommen? – Wiederum was ganz Einfaches. Regelmäßig reflektieren, heißt, immer wieder zurückschauen, was war seinerzeit und was ist heute. So wird am deutlichsten klar was man alles bewegt und erreicht hat. Und auf diese Art tankt man doch wieder Energie, fürs angehend von Aufgaben, die man eigentlich lieber verschieben würde, anstatt sie gleich anzupacken. Und was natürlich essentiell ist, aber das wisst ihr natürlich, die richtig großen Ziele. Und darum setzt euch Ziele, und plant den Weg dorthin, dann- Feuer frei.

Denen die umsetzen, denen die machen, denen gehört die Welt.

Viel Freude euch dabei, alles Liebe und bis zur nächsten Folge.

Und ganz zum Schluss, eine vielleicht auch bisschen off Topic-Anmerkung. Verschiebt einfach gar nichts in eurem Leben. Egal was es ist, ob es Aufgaben sind, oder ob es auch mal einfach etwas ist, was ihr schon lange Mal zu einem Menschen sagen wolltet, macht es und verschiebt es nicht.

Ganz liebe Grüße und bis zur nächsten Folge

Euer Thorsten.

in memory of Klaus! Danke von Herzen!

 

——————————————————-

Telefontermin mit Thorsten: https://thorsten-gerber.com/telefontermin

Homepage: https://thorsten-gerber.com

Email: info@thorstengerber.com

Instagram: https://www.instagram.com/gerber.thorsten

Facebook: https://www.facebook.com/GerberThorsten/