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Work Life Balance, einen Ausgleich zum Job. Ich kann es nicht mehr hören.

Ja, der Körper und auch der Geist brauchen Abwechslung und wenn du viel sitzt, brauchst du zwischendurch Bewegung und umgekehrt. Das ist nichts Neues und ich glaube, das weiß nun wirklich jeder. Unser Gehirn braucht regelmäßig neue Impulse und auch das dürfte vielen klar sein. Aber dieses andauernde Gerede von Work Life Balance geht mir wirklich auf die Nerven.

Weil es zu oft missbraucht wird.

Wenn du im Job überwiegend das tust, was du gerne tust, warum muss man denn dann darauf achten, auch genügend Freizeit zu haben? Okay, Kritiker mögen jetzt sagen: „Aber nicht jeder geht gerne zur Arbeit“. Dann sag ich: „Dann wechsel den Job!“

Dein ganzes Potential entfalten

Wenn du etwas tust, was du ohnehin nicht gerne tust, dann wirst du da auch nicht dein ganzes Potential entfalten. Das kann niemandem wirklich recht sein. Und krankmachen kann es dazu. Da hilft dann auch keine Work Life Balance mehr.

Ich habe größten Respekt davor, wenn Menschen aus einem gut bezahlten und relativ sicheren Arbeitsverhältnisses aussteigen und etwas Neues wagen, wenn sie merken, dass es einfach nur noch eine Belastung ist.

Und jetzt stell dir mal vor: Du schreibst jemandem vor, der in dem was er tut, aufgeht, er darf nur noch so und so viel Stunden dieses tun. Du schränkst ihn also ein. Was geschieht denn dann wohl mit seiner Laune, und was geschieht wohl mit seinem Fokus?

Ich polarisiere jetzt mal ein wenig

Stell dir vor, du hast ein hammer Ziel vor Augen. Deine Schritte dorthin sind klar. Es gibt jede Menge Aufgaben, die zu tun sind, um dich dort hinzuführen. Totaler Fokus, konzentriert. Nachrichten und Einflüsse von außen hast du weitestgehend ausgeblendet. Dein Kopf beschäftigt sich die meiste Zeit mit diesem mega Ziel. Du bist gut drauf, es läuft wie am Schnürchen.

Und nun, weil du ja auf deine Work Life Balance achten musst, wirst du da raus gerissen, dein Fokus abgelenkt. Ablenkungen haben mehr Platz. Unnötige Informationen haben nun wieder mehr Raum zu dir durchzukommen. Da ist es doch wesentlich anstrengender, wieder auf diesen vorherigen Level zu kommen. Und was soll denn daran gesund sein?

An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Schnitt machen. Jedoch, irgendwie hängt es dann doch wieder zusammen.

Ein Beispiel aus dem Leben

Diese Woche hat unser Sohn, ein Schreiben von der Schule nach Hause gebracht. Praktikum oder besser gesagt „Schnuppertag“ in einem Beruf. Soweit gut. Aber jetzt kommt der Hacken. Die Jungs sind angehalten in einem sagen wir mal: „weiblich dominierten Bereich“ zu schnuppern und umgekehrt. Ja okay. Bin ich auch noch weitestgehend einverstanden. Denkmuster verlassen, raus aus der Komfortzone, dort entsteht Wachstum. Jetzt aber der Killer, die Begründung. Die Begründung war, da das jeweils andere Geschlecht dort jeweils unterrepräsentiert ist. Hä, was ist denn das für eine Begründung? Was wird denn da den jungen Menschen eingetrichtert? Du sollst einen Job machen, weil es da zu wenig Männer bzw. Frauen gibt? Und da braucht man dann später wieder dieses Work Life Balance Gerede.

Vermutlich halten diejenigen, die sich so eine Begründung ausdenken, auch noch für fortschrittlich.

Klischees sollten aufgebrochen werden

Nochmal: Ich bin dafür mit Klischees zu brechen, Strukturen zu verändern, manchmal sogar radikal. Aber es bringt doch nur etwas, wenn die Menschen den richtigen Sinn dahinter verstehen, und zwar gerade bei jungen Menschen.

So das war jetzt mal alles, außerhalb des Unternehmertums. Wobei, Fokus auf Ziele und Aufgaben zahlen nun mal auf den Erfolg ein.

Das zu tun, was man gerne tut, hilft beachtlich dabei, echte und große Ziele zu erreichen. Und immer wieder über den Tellerrand hinausschauen, raus aus der Komfortzone. Dort findet das persönliche Wachstum satt.

Manchmal ist es eben nur die richtige Erklärung, die eine Sichtweise ändern kann.

Hat dir diese, mal etwas andere Folge gefallen? Dann lass mir gerne deine Bewertung und vor allen Dingen dein Abo da.

Ich danke dir fürs zuhören, ich freue mich auf die nächste Folge, bis dahin,

Liebe Grüße, euer Thorsten.

 

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