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Außendienst an exotischen Orten. Begegnungen die einfach anders sind.

Alles aber keinen gewöhnlichen Alltag.

Außendienst: Das, was ich jetzt gleich in dieser Folge wiedergebe, durfte ich genauso erleben.

In der jeweiligen Situation erstmal teilweise unbequem und aus heutiger Sicht bin ich aber sehr dankbar für solche Erlebnisse. Mancher sieht sowas im Fernsehen, ich habe dabei meine eigene Hauptrolle gespielt.

Legen wir also los mit einer ganz grundsätzlichen Frage, was machst Du, wenn…? Diese Fragestellung an Dich soll den folgenden Ereignissen immer vorangestellt sein.

Was machst Du also, wenn:

  • dein Gesprächspartner etwas tut, womit du nicht rechnest.
  • Dir gleich sagt, der falsche Ansprechpartner sogar die falsche Firma ist, bei der Du da gerade vorsprichst.
  • sie selbst haben nicht den Bedarf der Produkte, der Dienstleistung, die Du anbietest.
  • oder z.B. in den Raum kommt, Dich knapp grüßt, jedoch erstmal Räucherstäbchen anzündet.
  • ein anderer, der Dich freudestrahlend zum Dinner einlädt, Du aber erstens total müde bist, und zweitens er etwas bestellt, was Du noch nie gegessen hast und nicht weißt, was es ist. Darüber hinaus hat es noch einen sehr eigenen Geschmack und vom Geruch, da wollen wir lieber nicht davon reden.
  • Du, wenn du gerade beim Mittagessen, kurz vor dem Wochenende im Restaurant sitzt, und ein ranghoher Militär begleitet von ungefähr 20-30 Soldaten begleitet, die gleiche Idee hat und das Restaurant kurzerhand für sich okkupiert.

Jedoch der Reihe nach:

In Bogota, also der Hauptstadt Kolumbiens, zu Fuß im Außendienst unterwegs.

Zu einer Zeit, in der die Farc, also die Guerilla in Kolumbien noch aktiv war.

Alle, wirklich alle, haben mich vor diesem Trip gewarnt. Ihre Sprüche gemacht, nach dem Motto, na wenn du dann danach nach Kolumbien lieferst wirst du wohl eher mit weißem Pulver bezahlt, als mit Geld.

Alles quatsch und totale Actionfilmvorstellungen, spannend war es, keine Frage, eine sehr besondere Erfahrung, die ich aber bis heute nicht missen möchte. Sehr freundliche Menschen, sehr gastfreundlich, die Türen sind nahezu überall von allein aufgegangen. Zu dieser Zeit, haben wir echt tolle Geschäfte gemacht und viel, wirklich viel dabei gelernt.

Mein eigenes Learning, persönliches Learning daraus war: zwischen unnötig in Gefahr bringen und übervorsichtig zu leben, besteht ein eklatanter Unterschied, eine eklatante Differenz.

Bleiben wir noch in Kolumbien: Freitagmittag, das Wochenende steht auch hier schon vor der Türe. Wir sind gerade beim Mittagessen, nach den letzten Termin am Vormittag, als mehrere geländetaugliche PKWs, naja, sagen wir mal: „sehr stürmisch“ auf den Parkplatz des Restaurants fahren. Ein hochdekorierter Militär kommt ins Restaurant und okkupiert den Laden kurzerhand für sich. Sein Gefolge bleibt größtenteils draußen in der Sonne und schwitzt vor sich hin.

Was hättest Du gemacht?

Was haben wir gemacht? Wir haben den Offizier gefragt, ob wir seinen Jungs eine Runde kalte Coke spendieren dürfen. Die Reaktion: ein strahlendes Gesicht und große Freude. „Natürlich, sehr gerne“ war die Antwort. Ich habe mich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie so sicher gefühlt.

Das Gruppenfoto des Militärs mit mir, welches damals entstanden ist, habe ich heute noch. Warum habe ich gefragt? Warum habe ich gefragt, ob ich eine Runde kalte Coke spendieren darf? Es war meine Art danke zu sagen, dass diese Jungs dafür sorgen, dass ich mich in Bogota sicher bewegen konnte.

Ort und Szenenwechsel, Lieferantenbesuch in Mayland China

Nach einem sehr langen und wirklich sehr ausführlichen Termin wurde ich vom Lieferanten zum Dinner eingeladen. Ich war aber müde und so recht Hunger hatte ich auch nicht. Na ja, das jetzt abzulehnen wäre maximal unhöflich gewesen. Also los geht’s.

Das erste was auf den Tisch kam, 1 Flasche klaren und hochprozentigen, und heute würde ich sagen „Fusel“. Mir war klar, das Zeug fasse ich nicht an, niemals. Tja, und gleichzeitig, (so kann man sich irren), was ich nicht wusste, war was gleich zum Essen serviert wird. Etwas, das aussah wie ein Stück eines Mountainbike Reifens mit irgendeiner Soße. Meine Güte, dachte ich. Und schnappte mir die Flasche mit klarem und groß ein Wasserglas zu 1/3 voll. So wird’s wohl gehen, so ging es auch.

Aber der Morgen danach. der war einfach grauenvoll. Was dieses Stück Fahrradreifen war? Das war eine Seegurke und mir wird jetzt noch flau im Magen, wenn ich an die Gurke und vor allen Dingen an diesen Fusel nur denke. Dennoch eine Erfahrung. Mein Learning daraus: „Sag niemals nie“!

Ob ich, da ich heute so gut wie kein Alkohol mehr trinke, mir nochmal einschenken würde zum Herunterspülen? Keine Ahnung!

Und weiter geht’s, und zwar nach Dubai.

Mache von Euch wissen es, ein Ort, der mich fasziniert. Diese Folge entsteht auch gerade in Dubai. Und dieses Erlebnis, welches ich Euch gleich schildere, ist ein bisschen mehr wie 24Std. alt.

Ich bin beim Kunden angekommen. Mein Gesprächspartner noch nicht da. Kommt aber in ein paar Minuten. Warten in seinem Büro, war die Bitte seiner Kollegen. Im Büro dann, im Hintergrund ein monotoner Prediger, der immer das gleiche singt aus einem Minilautsprecher, die Tonqualität vergleichbar mit einem uralten und sehr günstigen Radiowecker? Bunte LED-Lichterketten blinken im Takt dazu, und ein großes indisches 3D Heiligenbild an der Wand. (Der Unternehmer, den ich da besucht habe, ist gebürtiger Inder). Okay, hatte ich noch nie auf diese Art, spannend, denke ich mir also.

Ich sehe durchs Fenster einen großen SUV auf den Hof brettern, relativ neu, und kurz darauf steht ein Mann mit einem Turban vor mir, der Chef also. Der Mann aus Indien. Ein knappes „guten Morgen“, er wendet sich ab, gruschelt etwas in einer Ecke des Raumes. Kommt zurück und wedelt mit qualmenden Räucherstäbchen vor dem Heiligenbild und beginnt sein Gebet. Immer noch im Hintergrund diese quäkende Stimme aus dem Lautsprecher. Versehentlich ein zu tiefer Atemzug und der Rauch des Räucherstäbchens ist stärker als meine Körperbeherrschung. Ich bekomme einen Hustenanfall, den ich mit Mühe beginne wegzudrücken, also zu unterdrücken. Gebet beendet, das eigentliche Gespräch geht los.

Sehr mürrisch, (ob das an meinem Husten lag?) beginnt mein Gegenüber seine dominante Art auszuspielen. Eine freche, und mindestens genauso dominante Antwort von mir. Ruhe. Ab diesem Moment hatten wir eine wirklich fruchtbare Kommunikation und wir sprechen über einen Testauftrag.

Bingo! Was nehme ich mit? Nicht einschüchtern lassen, weder durch eine Situation noch durch die Art meines Gegenübers. Naja, so rückblickend, ein richtig guter Start war das ja nicht, aber egal, das Ergebnis zählt, und das ist ein weiteres Learning: das Ergebnis zählt!

Wie reagierst Du in solchen Situationen? Wie fühlst du dich? Blockst Du innerlich ab oder lässt Du erstmal alles auf dich wirken? Stehst Du auf und gehts oder findest Du auch in einer Situation, die dir fremd und erstmal total unbequem ist, eine Chance?

Und zwar so wie ich, in einem Termin, in dem der Gesprächspartner gleich zu Beginn sagt, dass Ich hier falsch bin. Was habe ich gemacht? Ich habe ihn einfach nach 2-3 Empfehlung gefragt, mit dem Resultat, das ich sofort im Anschluss 2 fix vereinbarte Termine hatte, die zu wirklich guten Ergebnissen geführt haben.

Also, beim nächsten Mal, wenn es eben anders läuft, als Du gedacht hast, sei offen, es gibt immer noch versteckte Möglichkeiten. Mindestens jedoch reifst du in solchen Momenten, wenn Du offenbleibst.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viele neue Erfahrungen und viele unbequeme Situationen.

Liebe Grüße Euer Thorsten

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