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„Als Unternehmer musst Du Dich aus dem Tagesgeschäft heraushalten, ein Kapitän gehört auf die Brücke und nicht in den Maschinenraum“.

„Du musst das Unternehmen weiterentwickeln und Dich nicht um die einzelnen Alltagsthemen kümmern“.

Oder auch „ich dachte, Du hast die Verantwortung für das Tagesgeschäft abgegeben?“

In jeder dieser Aussagen stecken Wahrheit, Chance aber auch Risiko

Und rausnehmen möchte ich als erstes Mal die Metapher „ein Kapitän gehört auf die Brücke und nicht in den Maschinenbau“.

Im Grundsatz ist das richtig, jedoch ist es für mich mindestens genauso richtig für einen guten Kapitän zu wissen und sich auch persönlich davon in gewisser Regelmäßigkeit davon zu überzeugen, dass die Motoren auf allen Zylindern laufen, das hier nichts stottert oder im schlimmsten Fall sogar Schaden nehmen kann, weil eine Einstellung nicht passt oder ein Betriebsstoff zur Neige geht.

Ich denke, dieses Beispiel veranschaulicht am Ehesten worauf ich hinaus möchte. Der Kapitän legt das Ziel und den Kurs fest, die Geschwindigkeit den Vorhaltewinkel etc., auf der Route ist es jedoch die Pflicht des Kapitäns sich über aktuelle Besonderheiten auf der Route oder auch auf dem Schiff selbst immer auf dem Laufen halten zu lassen.

Also dann doch wieder Themen und Informationen (auf das Unternehmen bezogen) aus dem Tagesgeschäft.

Sicher in der Theorie klingt das immer so toll und hochtrabend, dass der Chef sich aus den alltäglichen Themen heraushalten soll. Und vielleicht ist das manchmal ja sogar angenehmer, wenn man dann sagen kann, dass hierfür ein anderer zuständig ist und ich sage hier ganz bewusst zuständig meine damit aber nicht verantwortlich.

Die Verantwortung für das Unternehmen trägt der Unternehmer selbst. So zumindest meine Sicht.

Wenn ich mir die erfolgreichen Unternehmer so anschaue dann unterstützt das meine These, dass sich ein Unternehmer sehr wohl ein Unternehmer regelmäßig um die täglichen Belange seines Unternehmens kümmern soll.

Wohlgemerkt ich meine damit nicht, dass er die einzelnen Tätigkeiten selbst ausführen soll, aber er muss wissen, was los ist. Und er muss die Themen bzw. Aufgaben entsprechend vorgeben. Und damit ist gemeint, diese richtig zu delegieren.

Beispiel: Reinhold Würth

Ein Beispiel, welches ich gerne und auch oft verwende, weil eben vielen dieses Unternehmen auch bekannt ist, ist Würth. Reinhold Würth war und ist es heute immer noch regelmäßig mit seinen Außendienstlern gemeinsam auf Tour. Das ist das klassische Tagesgeschäft dieses Unternehmens. Dort hat er am Ehesten Erfahrung, wo entweder der Schuh drückt oder was der Kunden braucht. Die Umsetzung der daraus entstehenden Aufgaben hat er dann wieder veranlasst.

Gerade an diesem Beispiel ist für mich klarzusehen, dass ein Unternehmer beider kann und soll. Auf die Brücke gehen und auch regelmäßig im Maschinenraum sein. Es kommt meiner Meinung nach auf die richtige Mischung an. Also eben zu wissen, wann man auf der Brücke sein muss und wann es richtig ist in den Maschinenraum zu gehen.

Es gibt keine allgemein gültige Regel

Ob es hier eine richtige und allgemein gültige Regel gib, wage ich zu bezweifeln, was aber hilft zu erkennen, wann mehr Maschinenraum angesagt ist, sind regelmäßige kurze Besprechungen, in denen die Tagesthemen grob angerissen werden. Besprechungen natürlich mit den Personen, die im Tagesgeschäft involviert sind. Und hier gilt es dann als Unternehmer mit den richtigen und gezielten Fragen zu filtern was gerade wichtig ist und was so weiter laufen kann. Und gleichermaßen ist es dann auch wieder relevant sich nicht in den Aufgaben des Tagesgeschäfts dann zu verlieren.

Vor einiger Zeit habe ich einen sehr erfolgreichen Unternehmer aus Asien gefragt wie viel er eigentlich im Tagesgeschäft involviert ist. Und ich verwende jetzt auch bewusst das Beispiel Asien, das soll Euch auch zeigen das im Endeffekt überall die erfolgreichen Unternehmer ähnlich handeln, egal in welchem Land, egal auf welchem Kontinent.

Nun ja zurück zum Punkt, ich habe eben diesen sehr erfolgreichen Unternehmer gefragt wie viel er eigentlich im Tagesgeschäft involviert ist und seine Aussage unterstreicht, was ich jetzt davor gesagt habe mal mehr mal weniger. „Wenn es jedoch relevant wird, steige ich zu 100 % in die Themen ein, dann schaue ich mir alles ganz genau an und gebe dann die Richtung wieder vor“. So war seine Aussage und so sehe ich das auch.

Du siehst es ist also wirklich beides wichtig und richtig

Den Blick und die Vision somit auch die Ziele für das große Ganze zu entwickeln und gleichzeitig immer die aktuellen Themen zu kennen. Ein Entweder-oder gibt es hier nicht. Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ein Entweder-oder kann tödlich sein.

Mach Dir doch gerne mal über Dein Unternehmen und Deine Rolle darin Gedanken, reflektiere.
Bist Du genug auf der Brücke und dennoch zum richtigen Zeitraum im Maschinenraum?

Ich wünsche Dir jede Menge Erkenntnisse dabei und natürlich viel Erfolg und Freude beim Umsetzen dieser Erkenntnisse.

Ich freue mich, wenn Du bei der nächsten Folge wieder dabei bist und wenn Du es noch nicht getan hast, wenn Du den Kanal abonnierst.

Liebe Grüße

Dein Thorsten

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